Das Stück

Le Malade imaginaire, wie eines der berühmtesten Theaterstücke von Molière im Original heißt, wurde 1673 in Paris uraufgeführt. In der Bearbeitung und unter der Regie von Alexander Kaffenberger wird in der Komödie die Geschichte des Hypochonders Argan erzählt, der sich nur einbildet, krank zu sein.

Argan sieht sich als leidenden Mittelpunkt der Welt, lebt in ständiger Furcht vor neuen Krankheiten und siecht geräuschvoll vor sich hin. Damit tyrannisiert er seine Mitmenschen auf das Äußerste und stellt die wenigen, die ihn wirklich lieben, auf eine harte Probe. 

Nun hält sich Argan aber nicht nur für krank, sondern will auch sein Vermögen erhalten. Seine Tochter Angélique soll einen Arzt heiraten, damit er sich die hohen Behandlungskosten spart. Angélique jedoch liebt bereits einen anderen.

Seine zweite Ehefrau Béline, die nicht Angéliques leibliche Mutter ist, sehnt sein nahes Ende herbei. Sie will ihn nicht mehr ertragen müssen, dafür aber umso schneller beerben.

Plakat
 

Die ihn ständig umgebenden Ärzte tun währenddessen ihr Möglichstes, um sich ihn und all seine Krankheiten möglichst lange als lukrative Einnahmequelle zu erhalten. Denn solange sie sich auf sein absurdes Spiel einlassen, schlagen sie skrupellos Profit aus seinen vorgeblichen Leiden.

Argan fühlt sich von der Welt und seiner Familie missverstanden und ungeliebt. Sein Bruder Béralde und seine Dienerin Toinette versuchen, ihn von seiner Arzt-Bessenheit abzubringen. Und schließlich lässt er sich dazu überreden, sich tot zu stellen, obwohl er fürchtet, dass dies gefährlich sein könnte.

Und so öffnet ihm eine von kluger Hand geschickt eingefädelte Intrige, die mit seinem Leben oder besser mit seinem  Ableben spielt, die Augen und er erkennt, wer ihn wirklich liebt.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen